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Tanzen, Malen, Zeichnen, Musizieren, Plastizieren sind Künste und Fertigkeiten, die jedermann zuordnen kann. Ganz anders wird es, wenn die Eurythmie ins Spiel kommt. Denn sie ist die Kunst, die alles in sich vereint, die Gedanken und Töne sichtbar macht, in Formen und Bewegungen überträgt.

eurythmie IMG_3108aa Rudolf Steiner entwickelte die Eurythmie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aus seiner Einsicht in das Wesen des Menschen wird die Menschengestalt in ihrer unerschöpflichen Bewegungsmöglichkeit zum Instrument der Darstellung. Durch die Eurythmie werden die Gesetze von Sprache und Musik in sichtbare Bewegung übersetzt. Marie Steiner-von Sievers begleitete diese Arbeit intensiv und mit großem persönlichen Einsatz.

Wird ein Gedicht oder ein Musikstück eurythmisiert, zeigt sich sein Inhalt in Farbe, Lautbild, Rhythmus, Takt und Melodie. Eurythmist und Zuschauer erleben durch die schöpferische Energie von Wort und Ton, wie die Seelenkräfte harmonisiert werden. Das macht die Eurythmie zum wichtigen Gegenpol in der Einseitigkeit des hochtechnisierten 21. Jahrhunderts, das wenig Raum für aufbauende Kräfte und wahres Kunsterleben lässt.